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Entdeckungsreise durchs Beet

von Julia Drewes
Erschienen: Zuletzt aktualisiert:

Ein Gastbeitrag von Kerstin Stamer

Man braucht keinen großen Garten, um mit Kindern ein paar Gartenexperimente zu starten. Viele Kräuter- und Gemüsesorten können in Töpfen, kleinen Holzkisten oder gar IKEA-Tüten angepflanzt werden. Dafür reicht ein sonniges Plätzchen, das auch auf einem Balkon sein kann. Bei uns bekommen die Kinder ihre eigenen kleinen Beete bzw. Töpfe. Dort dürfen sie nach Herzenslust selbst pflücken, ernten und naschen. Die anderen Pflanzen und Kräuter werden dafür in Ruhe gelassen. Nach drei Jahren mit Kindern im Garten kann ich versprechen, dass es beim Thema „Gießen“ a) immer viel zu nass wird oder b) viel zu trocken bleibt.

Bei a): Tief durchatmen und beim Dosieren helfen.

Bei b): Erinnern, gemeinsam machen oder auch mal selbst gießen – je nachdem, welche Verantwortung man dem Kind schon zutrauen kann. Von „lessons learned“ – also dem Konzept, dass man aus Fehlern lernt, hier z. B. in Form vertrockneter Pflanzen – halte ich persönlich nichts. Kinder haben einfach andere Prioritäten und der Spaß sollte bei der Gartenarbeit im Vordergrund stehen.

Damit nicht zu viel Geduld der kleinen Gärtner gefragt ist, sollte man auf die Mischung der Pflanzen achten:
• Etwas, das schnell keimt.
• Etwas, das zeitnah geerntet werden kann.
• Etwas, das man öfter in einer Saison aussäen kann.
• Klassiker, die ihre Zeit brauchen.

Was ansäen mit Kindern?
• Kresse: Geht schnell, ist Jahreszeiten unabhängig und funktioniert drinnen oder draußen.
• Kräuter: Werden gerne genascht und zum Spielen genutzt.
• Kapuzinerkresse und Gänseblümchen: bunt und Blüten essbar.
• Radieschen: Wartezeit hält sich ebenfalls in Grenzen, im Jahr sind mehrere Anläufe möglich.
• Zuckererbsen: Können roh genascht werden, sind im Topf mit Rankhilfe eine tolle „Spielburg“ für Figuren.
• Natürlich Klassiker wie Tomate, Gurke und Paprika (geht auch super im Topf, brauchen aber viel Sonne und zum Teil Schutz vor Regen).
• Ein Riesenerlebnis bei uns jedes Jahr: Kartoffeln im Topf oder in einer IKEA-Tüte ziehen.

Weitere Tipps, z.B. zur Kartoffelzucht im Topf, gibt’s unter www.familiengedoens.de

DIY-Anleitung für Pflanzschilder

Irgendetwas sammeln Kinder immer. Stöcker, Steine oder beides. Der Stöckervorrat der Kinder oder die Reste vom Heckenschnitt lassen sich im Frühling wunderbar in Pflanzschilder verwandeln.

Material:
• Stöcker
• Sparschäler
• Acrylfarbe und Pinsel
• Permanent Marker

So geht’s:
• Sind die Stöcker noch mit Baumrinde versehen, kann man an den zu beschriftenden Stellen eine helle, glatte Fläche mit dem Sparschäler hobeln.
• Danach werden die Stöcker an diesen Stellen nach Herzenslust bemalt. Wer diese Aufgabe am besten übernimmt, ist wohl klar.
• Stöcker ohne Rinde können auch direkt bemalt werden.
• Zum Trocknen der Farbe können die Stöcker in ein Glas gestellt werden.
• Sind die Farben trocken, müssen die Pflanzschilder nur noch mit dem Permanent Marker beschriftet werden.
• Bei Bedarf sorgt etwas Glanzlack an den beschrifteten Stellen für mehr Beständigkeit.

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