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Volle Pelle!

von Julia Drewes
Erschienen: Zuletzt aktualisiert:

Vom Neuanfang singt Bastian Franz in einem seiner neuen Stücke und davon, bald wieder frei zu sein. Ist damit jetzt die Liebe gemeint, oder Corona? „Das darf jede*r für sich selbst einordnen“, sagt der 27-jährige Musiker. Was er und seinen Bandkollegen Moritz Constantin und Joshi Neitzel als „Pelle“ in der kurzen Zeit ihrer musikalischen Zusammenarbeit auf die Beine gestellt haben, definiert den Traum vieler junger Bands: Erste Songs sind im Kasten, das erste Live-Konzert ist gespielt, erste Festivalanfragen für Sommer 2020 landen im E-Mail-Postfach. Corona aber lässt Absagen regnen und schafft es, die Euphorie vorübergehend auszubremsen. Doch keine Macht dem Stillstand!

Musikalische Zusammenarbeit

„Die letzten Monate waren ergiebig“, sagt Bastian Franz, der Vielen schon durch die ehemalige Lüneburger Band „unumgänglich“ bekannt sein dürfte. „Dadurch, dass man mehr oder weniger eingeschlossen und mit sich selbst beschäftigt war, haben sich viele Gedanken und Emotionen angestaut, die nach draußen wollten. Fakt ist, es sind Songs entstanden, die ich ohne diese Phase unseres Lebens nie geschrieben hätte.“ Mitte 2019 hatten sich die drei Männer aus Oldenburg, Lübeck und Lüneburg durch Schnittmengen im Studium hier zusammengefunden, machen seitdem Pelle-Musik. Heraus kommt Deutscher Indie-Rock, dem Joshi Neitzel am Bass eine deutliche Punk-Kante verleiht, Moritz Constantin kommt aus der Jazz-Ecke und setzt damit wieder andere Akzente. „Meiner Meinung nach klingt jeder Song anders. Das entsteht zwar eher zufällig, weil wir drei so unterschiedliche Einflüsse mitbringen, aber der Effekt ist, dass wir uns nicht langweilen“, so Bastian Franz. Er selbst verfasst die Texte, baut Arrangements.

Ein Proben-Wochenende im Monat

Aufgrund der Kontaktsperre, aber nicht zuletzt auch wegen der Entfernung, die geografisch zwischen ihnen legt, gelingt das Proben nur ein Mal im Monat. Dann aber gleich ein ganzes Wochenende lang im Lüneburger Proberaum. Zwischen den Treffen entwickelt Franz neue Song-Strukturen und nimmt Demos auf, schickt sie digital zu den anderen, die das Gerüst ihrerseits weiterdenken und Ideen draufspielen. So könnten an einem Wochenende schon mal vier neue Songs fertiggestellt werden, erklärt er. „Wir nehmen uns beim Proben viel Zeit und lassen unsere Einflüsse ganz organisch zusammenwachsen. Am Ende fahren wir glücklich nach Hause, weil man richtig was geschafft hat.“

Verschoben Live-Auftritte

Die Drei sind sich einig: Zumindest musikalisch gesehen haben sie die vergangenen Monate gepusht, weil die Zeit da war, um noch intensiver kreativ zu sein. „Dass geplante Live-Auftritte nicht stattfinden konnten, war natürlich schwierig“, sagt Franz. Wenn möglich, wurde und wird umdisponiert. Zeit ließ sich nutzen, um an Produktionen zu feilen. Bereits im vergangenen August spielten Pelle einen Live-Auftritt im Salon Hansen, ließen sich dabei von Kameras begleiten. Am 28. Mai erschien das Konzert in einer frisch abgemischten Version auf YouTube. Wer Spotify nutzt, kann die Songs dort auch als Live-Album hören. Anfang Juni ging es für die Band dann auf die Amphire Online-Stage. Auch diesen Clip gibt es jetzt auf YouTube zu sehen.

 

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Foto: nh/Elina Sternberg
YouTube

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